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„Mit der 13. AHV-Rente sind die Probleme nicht gelöst?“ Pro Senectutes Präsidentin Eveline Widmer-Schlumpf im Interview mit dem Tagesanzeiger
TA: Im September stimmen wir über die Reform der beruflichen Vorsorge ab. Hat Pro Senectute dazu eine Haltung? Oder wird sie einmal mehr auf eine Parole verzichten?
Widmer Schlumpf: Wir haben beschlossen, die Reform zu unterstützen, wenn auch nicht aktiv und nicht in einem Komitee.
Warum?
Der Systemfehler des fixen Koordinationsabzugs wird durch die Reform behoben. Dadurch werden neu auch kleinere Arbeitspensen versichert. Und für Teilzeitarbeitende bringt die Reform eine bessere Absicherung. Das hilft, um später nicht in Altersarmut zu geraten. Wichtig ist auch, dass die Altersgutschriften angepasst und vereinfacht werden. Heute müssen die Unternehmen für ältere Mitarbeitende hohe Pensionskassenbeiträge leisten. Das macht eine Anstellung weniger attraktiv. Neu würden die Beiträge über die Altersklassen stärker geglättet.
Ist die Reform nicht eine Abbauvorlage?
Wir können grundsätzlich dahinterstehen und unterstützen auch die Reduktion des Umwandlungssatzes. Es kann nicht die Zielsetzung der obligatorischen beruflichen Vorsorge sein, dass die erwerbstätige Bevölkerung die Pensionskassenrenten der Seniorinnen und Senioren im Umfang von mehreren Milliarden Franken mitfinanziert.
Das ganze Interview: www.tagesanzeiger.ch